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Das Rennen im Literaturwettbewerb geht ins Finale
„Wer wird der King of Djungle?“ hatten der Münchner Verleger Peter Bockelbrink, Harry Sochor und die King of Fools-Autoren Thomas Moser, Alexander Broy und Sebastian Keller vergangenen Herbst im Schalander der Dampfbierbrauerei Pfeffer in Zwiesel gefragt. Hier wird am Samstag, 13. August, ab 19 Uhr auch das Finale stattfinden, wenn die beste Arbeit aus dem bundesweit ausgeschriebenen Literaturwettbewerb gekürt wird. Neben einer Trophäe, die von der Zwiesel Kristallglas AG gestiftet wird, winkt dem Sieger ein Standard-Autorenvertrag.
„Mit der Resonanz sind wir mehr als zufrieden“, ziehen die Väter des Wettbewerbs, Peter Bockelbrink und Harry Sochor eine positive Bilanz. Mehr als 20 Autoren aus ganz Deutschland haben ihre – teilweise sehr hochklassigen – Arbeiten eingereicht. Angesichts der schwierigen Lage für deutschsprachige Literatur sind die beiden damit mehr als zufrieden. Schließlich ist der „King of Djungle“ ein Neuling unter vielen, teilweise sehr traditionsreichen Literaturwettbewerben. Momentan hat die fünfköpfige Jury die schwierige Aufgabe, einen Sieger zu küren.
Wer steckt hinter dem „King of Djungle?“ Peter Bockelbrink firmiert mit seinem Verlag „King of Fools“ unter dem Slogan „Ein Verlag wie Rock´n´Roll. Jungen, deutschen Autoren will der junge Münchner Verlag eine Plattform abseits der Strukturen des etablierten Literaturbetriebes bieten. In Fankreisen genießen die Werke aus dem Hause „King of Fools“ inzwischen Kultstatus. Beispielsweise die „Mephisto-Pentalogie“, deren ersten drei Bände Sebastian Keller bislang publiziert hat, „Die Urlauber“ von Alexander Broy, ein bitterböser Blick auf Deutschland anno 2037 oder „Takafumi und die schwarze Nonne“ von Rock-Antenne Moderator Thomas Moser. Der jüngste Streich gelang mit „Patagonien – ein gefährdetes Paradies“. Gerhard Rötzer beschreibt darin Land, Leute und Geschichte seiner Wahlheimat Patagonien. Einen großen Stellenwert nimmt das Thema Natur- und Umweltschutz ein, und der Leser stellt fest: Eigentlich sind Patagonien und der Nationalpark Bayerischer Wald ganz nah beieinander.
Harry Sochor hat das Independent-Kulturprojekt Wilde Welten aus der Taufe gehoben und die Edition Wilde Welten, die im King of Fools Verlag erscheint, gegründet. In „Mexico Way“ erzählt der bayerische Bukowski Damian Raven die Geschichte eines jungen Mannes, der an der Enge und Spießigkeit seines Umfeldes verzweifelt und auf seinem Weg in den Süden, in die Freiheit, einen irren Alkohol- und Drogentripp erlebt. Aktuell schreibt Raven am Nachfolger „Heartless Men“. Etwa 20 Jahre nach seiner Flucht in den Süden beginnt der Roman mit dem Suizid des Protagonisten. In den letzten Minuten seines Lebens ziehen die vergangenen Jahre an seinem inneren Auge vorüber.
Natürlich soll der „King of Djungle“ auch eine gebührende Plattform bekommen, um sein Werk zu präsentieren. Sochor bereitet deshalb eine Bayern-Tournee vor. Nach der Auftaktveranstaltung in Würzburg sind weitere Stationen in Franken, Schwaben und Altbayern geplant. Die Besucher erwartet bei diesen Veranstaltungen nicht nur literarische Schmankerl aus dem „King of Fools“-Verlag, sondern auch so manch andere Überraschung.
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